Vielen Dank an alle meine treuen Leser, Kommentatoren und Verlinker ;) Ohne Euch hätte ich nie so lange durchgehalten. Doch jetzt ist Schluss mit dem WWWorker:

Sascha A. Carlin pflegt diese Website nicht mehr aktiv.

von Matt demontiert sich selbst

Vor zwei Wochen startete “Du bist Deutschland”, die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten und ein riesiges Geschenk.

Die großen Verlage haben Zeit und Raum im Wert von 35 Millionen Euro geschenkt. 30 Promis der ersten Liga haben Zeit und ihr Gesicht geschenkt. Wir und kempertrautmann haben Zeit und Herzblut geschenkt.

Das Ziel: Die Miesepetrigkeit bekämpfen.

Der Dank: Miesepetrigkeit. Glücklicherweise nur von den Gruppen, von denen man nichts besseres erwarten konnte[.]

Witzig. Statt miesepetrig zu quengeln wäre eine kritische Nachbetrachtung wohl eher angebracht. Wer weiß, vielleicht könnte man daraus gar etwas lernen?

  1. Von den Werbekollegen, […]

Was nicht anders zu erwarten war. Welcher Konkurrent lobt denn schon die Arbeit des anderen über den grünen Klee? Gerade in dieser Branche?

  1. Von den Weblogs, den Klowänden des Internets.

Negativ, Ghostwriter. Erstens schreiben Weblogs sich nicht selbst. Zeitens sind Blogger im Gegensatz zu Klowändenschreibern Eigenentümer der Wände, die wir beschreiben.

  1. Von den intellektuellen Journalisten von FAZ bis TAZ, […]

Again, war das nicht zu erwarten? Die gleiche Presse, die seit Jahren Negativstimmung verbreitet soll plötzlich in Jubel ausbrechen?

[…] Auch nach dem 50. Mal gucken, bin ich von dem TV-Spot immer noch berührt bis ergriffen - obwohl ich nicht einmal Deutschland bin.
[…]
Jean-Remy von Matt, Quelle: jensscholz.com

Na komm. Ich kann ja verstehen, dass Du traurig bist lieber Jean-Remy, aber als Werbefachmann solltest Du wissen, dass Werbung nicht automatisch gut ist, wenn sie einer Person gefällt - zumal wenn die gar nicht in die Zielgruppe passt ;)

[via perun]

2 Responses to “von Matt demontiert sich selbst”

  1. uli Says:
    Januar 19th, 2006 at 19:12

    wie wir alle wissen: Hauptsache der Kundschaft gefällts. Die zahlt normal schon, bevor die Zielgruppe ihr Urteil abgibt. Manchmal spricht allerdings die Zufriedenheit nicht für die Kundschaft.

  2. Sascha Kersken Says:
    Januar 25th, 2006 at 11:15

    Damit der Herr von M. den Unterschied zwischen einem Blog und einer Klowand begreift, habe ich mal eine gebastelt: http://www.sascha-kersken.de/fun/klowand Falls jemand ein dringendes Bedürfnis (zum Beschmieren) hat — immer gern.