PayPal-App Venmo: Transaktionsdaten standardmäßig öffentlicht

Gegenüber dem Guardian sagte eine Venmo-Sprecherin, dass man sich bewusst sei, mit dem Geld und den persönlichen Informationen der eigenen Nutzer betraut zu sein und diese Verantwortung und geltende Gesetze sehr Ernst nehme. “Wie bei jedem anderen sozialen Netzwerk können Venmo-Nutzer selbst bestimmen, was sie im öffentlichen Venmo-Feed teilen möchten”, so die Sprecherin.

Quelle: Transaktionsdaten standardmäßig ins Netz geblasen

Ist Venmos Haltung unglaublich naiv, schlicht dumm oder doch fortschrittlich?

Essenslieferdienste

Für die Fahrer der Marke Foodora, die zum Unternehmen Delivery Hero gehört, träfen die Vorwürfe nicht zu, sagte der Sprecher von Delivery Hero, Bodo von Braunmühl. So sei ein großer Teil der rund 3000 Foodora-Fahrer fest angestellt. Eine Ausnahme bildeten lediglich einige hundert Studenten, die sich nebenbei etwas hinzuverdienten. Die Arbeitnehmer hätten auch einen Betriebsrat. Es sei nicht richtig, alle Lieferdienste in einen Topf zu werfen.

Die konkreten Arbeitsbedingungen sind nur ein Grund, sich genau zu überlegen, ob man sich einen Burger in den Park liefern lassen muss.

Tatsächlich lösen die überskalierten Essenslieferdienste kein echtes Problem, erfüllen kein Bedürfnis. Tatsächlich ist diese Essenslieferung purer Luxus.

Luxus, der uns nichts kostet. Kostenloser Luxus ist nicht luxuriös.

Quelle: Gewerkschaft macht Front gegen Essenslieferdienste

Siehe auch:

„Interne“ Kunden

In einem Satz: Interne Kunden gibt es nicht.

Kunde ist, wer ein Unternehmen für die Erbringung einer Leistung bezahlt. Das Stichwort hier ist „bezahlt“. Wesentlich an Kunden ist nicht, dass für sie eine Leistung erbracht wird, sondern dass sie dafür bezahlen. Das geschieht im Binnenverhältnis nicht. Die gängigen Definitionen „interner Kunden“ heben auf den ersten Teil ab: sie definieren interne Kunden als Personen(gruppen), die eine Leistung empfangen. Das ist nicht falsch, aber unvollständig.

Ergänzend kann man die Wahlmöglichkeit betrachten. Kunden haben grundsätzlich die Wahl, von wem sie eine Leistung kaufen. Diese Wahl haben „interne Kunden“ nicht (den Aspekt des Kaufens außen vor lassend), denn ein Unternehmen ist sinnvollerweise nicht so organisiert, dass verschiedene Bereiche die gleiche Leistung erbringen.

Statt als „interne Kunden“ sollte man seine Kolleginnen und Kollegen als Stakeholder oder Interessengruppen benennen. „Kunden“ sind sie jedenfalls nicht.

Aber:

  • Eine Organisation kann eine Leistung unentgeltlich anbieten. In diesem Fall bezahlen Kunden das Unternehmen nicht für die erbrachte Leistung. Wir sind uns einig, dass dieser Fall eine Ausnahme darstellt - wie viele Leistungen, oder Leistungen in welchem Wert gibt dein Unternehmen unentgeltlich ab?
  • Was ist mit Monopolen, wenn Kunden also keine Wahl haben? Dann mögen sie aufgrund eines Zwangs ihre Wahlmöglichkeit nicht ausüben können, aber sie bezahlen, erfüllen also den wichtigeren der beiden Bestandteile der Definition.

Selbst wenn man den Begriff „interner Kunden“ nur benutzt, weil es sich so eingebürgert hat, gibt es gute Gründe, das richtige Wort zu verwenden. Wortwahl schärft und leitet Gedanken. Selbst wenn man dieses Argument als esoterisch abtut (keine gute Idee!): es ist professionell, sachlich korrekte Worte zu benutzen.

Alles ganz einfach

Je mehr Optionen zur Verfügung stehen, desto unübersichtlicher wird es. Unterschiede in seperaten Kategorien machen den Vergleich umso schwerer.

Aber hey, alles ganz einfach. Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche, aber nur wenn die Kurbel ganz nach links gedreht ist. Ansonsten besser gleich auf den Pfeil drücken. Achso, du hast die alte Maschine ohne Pfeil … Haste mal gegooglet?

Hier symbolhaft bei Apple. Keine Angst, das gibts in gleicher Form bei allen – nur bei denen nicht, die sich selbst beschränken. Und wie wohl das tut, so eine Selbst-Beschränkung.

Frauen, Männer & Software

Frauen schreiben besseren Code.

There, I said it.

Stimmt natürlich nicht. Gute Entwickler schreiben besseren Code.

Welchen Geschlechts sie sind, als was sie sich identifizieren, woran sie glauben oder woher sie kommen, spielt keine Rolle. Hier geht’s um Handwerk.

Diese Dinge spielen erst dann eine Rolle, wenn man gemeinsam an etwas arbeitet. Dann wird wichtig, wer vor wem gut dastehen will, welche Themen in der Mittagspause besprochen werden und welchen Standpunkt man dabei vertritt. Hier geht’s um Persönlichkeit.

In einem guten Team passt beides über alle im Team zusammen, handwerklichen Fähigkeit und Persönlichkeit.

Softwareentwicklung findet nicht mehr im Keller statt, sondern mitten im Unternehmen. Niemand kommt ohne Stakeholder, Projektleiter, Anforderer, Fachbereiche oder Kunden aus. Also ist Softwareentwicklung keine in sich geschlossene Tätigkeit mehr. Es gibt ein Problem außerhalb des Software-Teams, und das Team soll es lösen. Dazu sind Erkenntnisprozesse notwendig. Betrachtet man jedes Problem aus dem immer gleichen Blickwinkel, findet man vielleicht jedes Mal eine Lösung, ich wage aber zu bezweifeln, dass es gute Lösungen sein werden.

Daher lautet mein CTO-Ratschlag an den Junior #4 „Bau dein Team so divers wie möglich.“:

Ihr werdet besser je unterschiedlicher ihr seid. Gleichheit führt zu Inflexibilität.

Was in den Kollegen bei Google gefahren ist, u. a. zu behaupten, Frauen hätten eine geringere Stress-Resistenz als Männer und wären deswegen schlechtere Softwareentwickler … Keine Ahnung. Er verhält sich jedenfalls wie ein Arschloch. Jetzt wurde er entlassen. Aber er hat doch nur seine Meinung gesagt! Stimmt, und dabei ein paar tausend Menschen beleidigt. Zonk.

Man könnte interpretieren, dass jemand nicht einfach so ein solches Memo schreibt. Dass er aufgrund dieses Themas schon einige Male diskutiert hat. Dass sein Personalverantwortlicher weiß, was für einen Menschen er da vor sich hat.

Es mag unbenommen sein, und so klingt es in Pichais Antwort-Memo ab, dass man es bei Google mit Diversität übertrieben hat und Programme zurückfahren oder umbauen muss. Sei’s drum. Das ändert nichts an der Beleidigung, an dem arschkrampigen Verhalten.

Aufwand

Wie aufwändig ist es, so einen Skill zu bauen? Kannst du sagen, wie viele Stunden oder Tage drinstecken?

Ich hätte den Skill sicher auch in zwei Tagen hinpfuschen können. Aber da ich die Skillprogrammierung eher langfristig als neues Marktsegment betrachte, habe ich mir schon etwas mehr Mühe gegeben. Angefangen von einer sauberen Anwendungsstruktur über eine solide Qualitätssicherung mit Unit- und Integrationstests bis hin zur Beschreibung und dem kleinen Logo habe ich versucht, das Ganze professioneller anzugehen. Viele aktuelle Skills auch namhafter Unternehmen wirken derzeit wenig durchdacht und schnell hingerotzt.

Insgesamt sind es jetzt fast zehn Tage reine Arbeitszeit geworden. In Zukunft werde ich aber auf der soliden technischen Basis die Ideen für neue Skills schneller umsetzen können.

Quelle: Dieser Entwickler hat den beliebtesten Alexa Skill Deutschlands programmiert | OnlineMarketing.de