Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem letzten Donnerstag die Diplomfeier stattfand veröffentliche ich meine Diplomarbeit zum Thema Tagging. Der zitierte Textauszug stammt aus dem abschließenden Fazit und ordnet Tagging als Hilfsmittel zur Recherche zwischen Volltextsuchmaschienen und Katalogen ein. Viel Spaß beim Schmökern ;)
Schlagwortvergabe durch Nutzende (Tagging) als Hilfsmittel zur Suche im Web. Ansatz, Modelle, Realisierungen (PDF, 2,25 MB)
Inhaltsverzeichnis (PDF, 55 kB)
Literaturverzeichnis (PDF, 30 kb)
Die Forschung an Tagging und Folksonomy steht noch am Anfang. Doch die bereits publizierten Arbeiten lassen darauf schließen, dass Tagging durchaus noch längere Zeit ein interessantes Thema bleiben wird. Tagging kann und sollte klassische Indexierungsverfahren und Klassifikationen weder ersetzen noch ablösen. Es ist als Komplement zu den bestehenden Volltextsuchmaschinen auf der einen und strikt reglementierten Katalogen auf der anderen Seite zu sehen.
Dass Collaborative Filtering funktioniert, zeigt nicht nur Amazon mit seinen Empfehlungen. Für Anwendungen auf Basis von Collaborative Filtering, stehen mit den durch Tagging erzeugten Folksonomies Datenbasen bereit, mit denen, besser als Buchkäufe das können, genauer und zielgerichteter gefiltert werden kann. Das erläuterte Beispiel einer Collaborative Filtering-Anwendung für CiteULike ist ein Beispiel dafür.
Mit dem Wissen über Clustering-Algorithmen und den Möglichkeiten der verschiedenen Graphendarstellungen von Folksonomies ist es kein weiter Weg mehr zu quasi-hierarchischen Folksonomy-Abbildungen. Diese Anwendungen müssen natürlich der Natur der Folksonomies, sich regelmäßig zu ändern, Rechnung tragen. Die Bildung von Clustern könnte sich als Weg erweisen, dieses Problem zu lösen.
PS: Die DA wurde mit einer Eins vorm Komma benotet, kann also sooo schlecht nicht sein ;)

Gestatten, itst aka