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Die Nadel im Heuhaufen rutscht tiefer

Nichts wirklich neues: Wir ertrinken in der Flut der auf uns einstürzenden
Informationsmenge. (via hatch.org: Site Search Still Sucks)

Ein Symptom des Ertrinkens bzw. des Versuchs über Wasser zu bleiben ist die
gestiegene Zahl komplexerer Suchen. OneStat zufolge ist der Prozentsatz der Suchanfragen mit mehr als zwei Suchbegriffen seit 2003 um knapp 2% gestiegen. 2003 bestand ein Viertel alles Suchanfragen aus nur einem Suchbegriff, 2004 ist es nur noch ein Fünftel. Das mag auf den ersten Blick wenig erscheinen (mal abgesehen von dem Wort der Statistiken, denen man trauen kann), scheint mir aber doch eine tatsächliche Tendenz hin zu komplexeren, längeren (und frustrierenderen?) Suchen zu sein.

The search capabilities on most company and content-oriented Web sites are as bad now as they were several years ago. In fact, eWEEK Labs was dismayed to find that we could have easily rerun an article we wrote back in June 1997 on how to improve site searches. Every problem we cited is still in evidence today, and every recommendation we made would still be well-taken. Sites should be using indexes, prebuilt searches and good metatags, for example, but surprisingly few do. [Web Site
Search Leaves Users Wanting
]

Sich allein auf die Suchmaschinen zu verlassen, damit die eigene Site überhaupt gefunden wird, reicht nicht. Auch die eigene Site, wenn sie denn aus mehr als nur ein paar HTML-Seiten besteht, braucht eine eigene Suchmaschine. Der Trick’, hier auf Google (oder eine andere Suchmaschine) zu verweisen ist faul und birgt
Gefahren: zum einen macht man sich vom Good-Will eines Anbieters abhängig, zum anderen nimmt Google garnicht alle Seiten auf, zum anderen kennt Google die Site nicht und wichtet nach seinen eigenen Regeln.

Eine Umsetzung der Index-Idee findet sich bswp. auf den Seiten der FH Darmstadt.

Die zweite im Artikel angesprochene Idee, vorgefertigte Suchantworten für vielgefragte Dinge zu benutzen, ist so einfach wie genial. Weiß man, was die Benutzer suchen bzw. welche Inhalte am meisten nachgefragt werden, kann man ‘Besten-Listen’ für einzelne Themen generieren, die bei Suche nach vorher festgelegten Begriffen erscheinen. Das hilft dem Nutzer und erhöht den Befriedigungsfaktor.

Eine andere Idee, die mancherorts bereits umgesetzt wird, ist die Bereitstellung themenspezifischer RSS-Feeds, mit denen Benutzer immer einen aktuellen Überblick haben. Das hat zwar nicht direkt mit der Suche zu tun, erleichert diese aber, weil man weiß, was aktuell läuft.

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