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Storytelling

Computer- und Konsolenspiele können mich nicht fesseln. Gute Geschichten hingegen ziehen mich magisch an.

Summer Games, Dune 2000, Tetris und wie sie alle heißen, es waren kurze Liebschaften. Je besser die Trailer, desto größer die Enttäuschung.

Wie, ich muss hier erst stundenlang in der Gegend rum <was-auch-immer>? Ich will doch nur wissen, wie die Geschichte weiter geht?!

Durchaus bereit, mich von der Geschichte (ver-)führen zu lassen, stand ich plötzlich vor Hürden wie Tastenkombinationen für special moves. Ihr wisst schon: r, r+l, s+l, x, x, y und so. Da war es nur natürlich, sich mit Spielbüchern und später ihren digitalen Gegenstücken, den Textadventures, zu beschäftigen.

A wordless scream comes from the Adpet Karmi, and his body arches backwards in its seat, only the whites of the eyes visible. For what seems like an age, but can only be a second or two, he remains like this, and then his features twist themselves into an expression of cruel amusement. #

OK, 1990 habe ich zu Weihnachten einen Gameboy bekommen und 1993 habe ich mir einen (meinen ersten und einzigen) Joystick für X-Wing gekauft, aber das war denn auch die einzigen Anschaffungen dieser Art. Den Joystick habe ich ein-, zweimal benutzt, und den Gameboy hat sich recht schnell, Tetris’ wegen, meine Mutter unter den Nagel gerissen.

Immer wieder habe ich versucht, einen Fuß in die Gamerwelt zu setzen, habe alle möglichen Titel ausprobiert und wieder verworfen. Sehr lange (für meine Verhältnisse) konnte mich EVE fesseln. Die Spieltiefe ist einfach unglaublich. Seit ein paar Tagen spiele ich die Testversion von World of Warcraft. Mein Druide ist Level 15 und ärgert sich gerade mit seiner 55. Quest herum — langweilig.

Letztendlich haben sie alle früher oder später den Reiz für mich verloren. Civ, SimCity und Sims genauso wie die oben genannten.

Nun habe ich seit der Civ-V-Demo einen Steamaccount und vor allem bei deren Weihnachtsaktionen zugeschlagen: Dawn of War II Gold und Sniper - Ghost Warrior habe ich mir gegönnt. Und wieder nur kurz Spaß gehabt. Die Warhammer 40k-Romane hingegen verschaffen mir schlaflose Nächte.

Das liegt allerdings nicht an den Spielen, warum sonst sollte es so viele core gamer und Enthusiasten geben? Bitte, nehmt euch die fünf Minuten Zeit und hört Onkel Barlow zu:

Nein, das liegt nur an mir. Ich kann die Faszination ja teilweise nachvollziehen. Nur schafft es kein Titel, mich wirklich in seinen Bann zu ziehen.

Das macht aber gar nichts. Ohne casual gamer wie mich hätten die Flashgame-Portale keinen einzigen Visit — und Buchverlage so gar keine Endkunden.

Bild: CC-BY-NC, quirkybird

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