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Einmal ist immer das erste Mal…

… und so wurde heute (zum zweiten Mal seit April 2001, aber das erste Mal von mir) ein Benutzer auf phpBB.de gesperrt.
Und das nicht nur einmal, sondern gleich zweimal.

Klon-Counter: 5 (22.09.2003, 18:19h)

Ist schon ein komisches Gefühl. Obwohl ich von der Richtigkeit der Sperrung überzeugt bin, bleibt ein seltsamer Nachgeschmack auf der Zunge.

Seit einiger Zeit ist da dieser Benutzer, der zunächst dadurch auffiel, das er immer wieder “Werbung” für einen bestimmten Hoster macht. Dabei ist ja an sich nichts tragisches, aber die Art und Weise, wie der Benutzer das machte, lies ihn auffallen. Bei über 4000 registrierten Benutzern plus ein paar hundert Gästen pro Tag schonmal eine Leistung.

Nach und nach postete der Benutzer auch in anderen Foren und mancher fühlte sich durch seine Posts auf den Schlips getreten. Also wurde er das erste Mal verwarnt.

Statt das sportlich zu nehmen und einen Gang runterzuschalten spielte er Wolf im Schafspelz und war nach einiger Zeit reif für die zweite Verwarnung.

Schließlich schaffte er es sogar, ein drittes Mal verwarnt zu werden, was vor ihm noch niemandem geglückt war.

Tja und dann nahm der Spaß seinen Lauf.

Nun, die Entscheidung zur Sperrung war und ist absolut korrekt und wird auch nicht rückgänig gemacht. Der Knackpunkt einer solchen Sperrung ist es ja gerade, das sie das ultimativ letze Mittel in einem Forum ist, einen Benutzer zu zeigen, des es so nicht geht.

Das führt mich direkt zu einem Problem. Dieser pfiffige Benutzer registriert sich also erneut, diesmal mit Bindestrichen zwischen allen Zeichen seines alten Nicknames. Und was tut er? Er postet eine Erwiderung auf die Sperrung, die auch prompt von anderen Benutzern aufgeriffen wird (Post 195757 ff) und die schon auf die Reaktion der Admins (vor allem aber mir als “Chef”-Admin) gespannt sind. Der Vergleich ist zwar ehrenrühig, aber sie benehmen sich da ein bißchen wie Gaffer auf der Autobahn bei einem Unfall, nur eben virtuell: Beine hoch, Chips-Tüte auf und abwarten.

Was bleibt einem in dieser Situation anderes übrig, als den Klon ebenfalls zu sperren und diese “Frechheit” erneut zu bestrafen, diesmal mit einer 31-tägigen Sperrung? Nichts, und so habe ich es dann auch gemacht.

Die Frage bleibt, wer in diesem Spiel den längeren Atem hat: Unser Spammer (der jetzt nicht nur mit Hoster-Werbung, sondern auch noch mit Benutzer-Accounts spammt) oder die Admins, die jetzt mit Argusaugen auf jeden neuen Benutzer schaun, ob es nicht der Bösewicht ist.

Und davon mal abgesehen: welche Möglichkeiten hat man als Admin im Allgemeinen, mit aufsässigen Benutzern fertig zu werden? Als letztes Mittel bleibt meist nur eine Abuse-Mail an den Provider und Hoffen und Beten, das der etwas tut. Wenn das nicht hilft, bleibt noch was? Eine Klage? Wegen Spammereien in einem Forum? Nicht wirklich, oder?

2 comments

  1. Alexander sagt:

    Aus meiner eigenen Board-Admin-Zeit: Weitere Anmeldungen und Beiträge desselben Nutzers in der Sperrzeit kommentarlos wieder löschen, selbst wenn es nervt. Für die meisten verliert es irgendwann den Reiz, sich immer wieder neu anzumelden und die eigenen Beiträge immer wieder gelöscht zu sehen. Abuse-Mail an den Provider halte ich für wenig erfolgversprechend, Klagen noch viel weniger. Bei einigen Leuten hilft eine verständnisvolle persönliche Mail, aber im geschilderten Fall scheint das ja nichts zu nützen.

  2. Sascha Carlin sagt:

    Hi Alexander.

    So werden wir es handhaben.

    Der Erfolg von Abuse-Mails hängt stark vom Provider und von der bearbeitenden Person dort ab. Mit einigen Providern habe ich gute Erfahrungen, mit anderen schlechte.

    cu, Sascha

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