eBooks 30% günstiger als Print

Im Mai habe ich versucht, eine Antwort auf die Frage zu geben, welchen Preis ein eBook in Relation zu seinem gerduckten Pendant haben darf: 50 %, so lautetet meine damalige Antwort.

50% liegt weit von dem entfernt, was Verleger und Agenten im Januar noch für richtig hielten. In einem Interview im Börsenblatt wurde damals für einen Preis nicht niedriger als 15% des gedruckten Werks geworben.

buchreport hat mit der Frankkurter Buchmesse und Publishery Weekly eine Umfrage unter 840 Verlagsführungskräften durchgeführt und auch nach eBook-Preisen gefragt.

  • teurer als die gedruckte Ausgabe: 4 Prozent
  • genauso teuer wie das gedruckte Buch: 15 Prozent
  • 10 Prozent günstiger: 11 Prozent
  • 20 Prozent günstiger: 17 Prozent
  • 30 Prozent günstiger: 14 Prozent
  • mehr als 30 Prozent günstiger: 16 Prozent
  • zu einem Standardpreis à la Amazon (9,99 Dollar):15 Prozent
  • Andere Preismodelle: 6 Prozent

Die Tatsache, dass nur 35 % der Befragten eBooks lesen und nur 22 % einen eBook-Reader benutzen zeigt, dass bei den eBooks noch ein weiter Weg zu gehen ist — in jeder Hinsicht.

(via Leander)

4 Antworten auf „eBooks 30% günstiger als Print“

  1. Das auf jeden Fall. Hatte ich hier im März schon für plädiert:
    http://leanderwattig.de/index.php/2009/03/26/eb

    Zudem sollte man die Preisbindung für eBooks abschaffen:
    http://leanderwattig.de/index.php/2009/01/31/de

    Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es auch nicht den einen Preis für eBooks geben muss und sei er nur 50 oder 20 % des pBooks. Sicher werden auch flexible Preisfestsetzungen eine wichtige Rolle spielen. Solche Modelle erschwert aber gerade die Preisbindung.

  2. Die geforderte Preisbindung für eBooks wird sich nicht durchhalten lassen, so denn das eBook an sich erfolgreich wird. Wenn Apple oder Springer wirklich an einer digitalen Distributionsplattform arbeitet, werden sie den Verlagen Rabatte abverlangen, so oder so.

    Und die Großen werden es sich nicht leisten können, außen vor zu bleiben. Im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen, dass einige Verlage ihre Bekanntheit (d. h. die ihrer Autoren und Bestseller) ausnutzen werden, um über diesen Weg kleinere Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.

    Oder habe ich da einen Denkfehler?

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