Produktiv twittern

In den letzten Wochen bin ich zu einem aktiven Twitter-User geworden. Warum? Weil es einfacher ist als E-Mail und weniger störend als IM.

Zurück zum Thema.

Twitter selbst ist eher spartanisch gehalten. Daher fällt es ohne Client schwer, den Überblick zu behalten. Hat man mehr als zwei Accounts, hilft Splitweet. Damit kann man nicht nur über mehrere Accounts gleichzeitig twittern, sondern hat auch seine “Produkte” und “Marken” im Blick. Leider funktioniert der verschlüsselte Zugriff per HTTPS nicht — aktuelle Browsern liefern eine Fehlermeldung, weil das Zertifikat nicht korrekt ausgestellt wurde.

Splitweet ist außerdem ein sehr gutes Beispiel für Mash-Ups: es bedient sich für alle Funktionen der Twitter APIs.

Yammer ist eine Lösung für ein Problem, dass es ohne Twitter nicht gäbe: Wie kann ich sicher unter meinen Kollegen twittern? Und Yammer liefert die vollständige Antwort.

Ein Yammer Network läßt nur Mitglieder zu, die eine passende E-Mail-Adresse haben (siehe Screenshot). Der Zugriff auf ein Network lässt sich auf den IP-Bereich des eigenen Unternehmens einschränken, so dass man das Unternehmens-Network nur aus dem firmeneigenen Netzwerk aufrufen kann. Alle Inhalte des eigenen Network gehören dem Unternehmen und können SSL-gesichert (wie es die gesamte Site ist) heruntergeladen werden. Und: Yammer selbst kann die eigenen Inhalt nur sehr eingeschränkt einsehen:

Yammer’s administrative tools do not allow our employees to view messages in a Network. Access to our database is granted only to our technicians on a case-by-case basis to troubleshoot specific technical issues, or as may be required by law. Each such instance is logged.

Neben den von Twitter bekannten Kurznachrichten, den Tweets oder microblogs, kann man Dateien und Links versenden und veröffentlichen. Mit der Gruppen-Funktion kann man Abteilungen und Teams abbilden und bald über Unternehmensgrenzen hinaus mit Partnern und Externen kommunizieren. Außerdem soll es, sobald Yammer einen sicheren Weg gefunden hat, möglich sein, mehrere Domains für ein Network zu benutzen.

Facebook vs. OpenID - Roundup

offtherecord: Der Dienst „Facebook Connect“ wird […] Facebook, […] zum Google der Social-Media-Welt machen.

Social Times: Yesterday Caroline McCarthy highlighted some of the challenges facing OpenID and I have to say the battle between Facebook and the open standards community is about to get pretty fierce.

cNet: With all the buzz about Facebook Connect this week, it’s worth asking the question: Whatever happened to OpenID?

WIRED EPICENTER: The system is a proprietary creation of Facebook, and it presents a challenge to the open source technology known as OpenID.

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OpenID hat in den letzten Monaten einige prominente Unterstützung bekommen. Microsoft und Google hatten angekündigt, OpenID-Container zu werden, ebenso wie IBM und Verisign. Yahoo! ist schon soweit.

PS: Wer jetzt Allmachtsfantasien bekommt und das neue Facebook bauen will, kann ja mal einen Blick auf phpSocNet werfen ;)

Facebook Connect ist da

Facebook hat heute Facebook Connect offiziell gestartet. Es tritt in Konkurrenz zu Googles Friend Connect, das ebenfalls ab heute verfügbar ist.

Facebook Connect is the next evolution of Facebook Platform - enabling you to integrate the power of Facebook Platform into your own site. Enable your users to…

  • Seamlessly “connect” their Facebook account and information with your site
  • Connect and find their friends who also use your site
  • Share information and actions on your site with their friends on Facebook

Damit ist jede Website ein verlängerter Arm Facebooks. Holy moly. Facebook Connect bildet nicht nur ein Universum kleinerer Websites um Facebook, es versorgt Facebook selbst auch mit neuen Mitgliedern und größeren Social Graphs.

Googles Friend Connect hingegen ist die offenere Plattform — don’t be evil.

Jetzt kommts drauf an, welches Konzept besser ist und wer am schnellsten die meisten und besten App-Developer an sich binden kann. Noch gibt es für beide Systeme nur eine handvoll Implementierungen.

Gehaltsspiegel Community-Manager

Mark hat einige deutsche CM befragt (nicht repräsentativ, aber immerhin) und konnte eine Gehaltsspanne 21 T€ bis 60 T€ ermittlen (Dezember 2008).

Eine ähnliche Befragungen im August diesen Jahres kam für die USA auf eine Spanne von 17 T€ bis 100 T€, der Median lag bei 48 T€ (Wechselkurse vom Mai 2008). Danke an Connie und Bill für die Daten!

Währen die Daten für die USA auf Antworten von 225 professionellen CM basiert, muss Mark — in Zusammenarbeit mit dem BVCM — hier nachlegen.

Die extreme Spanne sowohl überm Teich als auch bei uns rührt glaube ich vor allem daher, das alle Ausprägungen und Verantwortungsebenen zusammengeworfen werden. Eigentlich brauchen wir ausdifferenzierte Daten. Es ist ein Unterschied, ob ich Supportfragen in einem Forum beantworte oder Strategien gestalte. Versteht mich nicht falsch, beides ist Communitymanagement, aber eben doch nicht direkt vergleichbar.

Community-Motto 2009

Meine Community-Strategie 2009 unter dem Motto: “Make the most of now” ist gut angekommen — jetzt geht es um konkrete Maßnahmen.

Endlich mal wieder eine Situation, in der Ideen wie am Fließband etwas Gutes sind ;) Leider kann ich hier nicht viel verraten.

Im Zentrum soll das menschliche Bedürfnis nach Kommunikation stehen — natürlich mit dem Ziel, Nutzer an die Plattform zu binden. Im Grunde verfolge ich das Ziel, möglichst viel zum Geschäftsmodell beizutragen, ohne die Nutzer dabei zu verprellen.

Nicht nur der Dreierspagat zwischen Zeit, Kosten und Qualität, sondern auch geschicktes Umtänzeln innerbetrieblicher Politika wird 2009 bestimmen. Nix neues, aber immer wieder anders :-)

Wie lautet Dein Community-Motto 2009?

“Geosocial Networking”

Als ich gestern aus einer Besprechung wiederkam, hatte ich einen Anruf einer Nummer aus Österreich. Auf meinen Rückruf meldete sich die Zentrale einer Universität. Nach ein paar Schwierigkeiten (Durchwahl heißt bei unseren südlichen Nachbarn “Kladde”) landete ich bei einer netten Dame, die sich als Mitarbeiterin eines Profs der Uni vorstellte.

An dessen Institut plane man einen Workshop mit einem großen deutschen Unternehmen zum Thema location-bases services, oder, wie sie es nannte, geosoziale Applikationen/Gemeinschaften. Ob sie mir dazu ein paar Fragen stellen dürfte. Gerne doch ;)

Im Laufe es Telefonats kamen wir u. a. auf den BVCM & IOCMA, Marktdurchdringung von GPS-fähigen Handys und einige geosoziale Aplikationen zu sprechen.

Die Veranstaltung wird recht zeitnah in Österreich stattfinden. Es soll ein firmeninterner Workshop sein, wohl um den Produktmanagern und ihren Chefs (oder vor allem denen?) das Thema näher zu bringen und um sie mit Beispielen, Erfahrungen und Ratschlägen aus der Praxis zu füttern — vielleicht auch, um ihre Ideen einem reality check zu unterziehen.

Welche Uni? Welches Unternehmen? Gehts ein bisschen konkreter?! Leider nein ;-)

Update: Passt ja prima, dass Nokia gestern in Barcelona das neue N97 enthüllte: UMTS, WLAN, GPS, großes Display, was will man mehr? Hier noch ein Video mit dem Designer des N97, Shunjiro Eguchi.