Arbeitskreiswahlen beim BVCM

Im Rahmen der laufenden Gründung des Bundesverband Community Management e. V. werden im Moment die Leiter der Arbeitskreise gewählt. Weitere Infos zum Wahlverfahren und den Arbeitskreisen findet man im XING-Forum des BVCM (Login erforderlich).

<shamelessselfplug>Die Mitglieder des AK 4-Internationales haben die Wahl bereits abgeschlossen und mich einstimmig gewählt.</shamelessselfplug>

Vielen Dank an alle AK-Teilnehmer und den Vorstand!

OpenSocial @ XING

Vor gut einem Jahr kündigte XING an, sich Googles OpenSocial-Initiative anzuschließen. Man wolle XING zu einem OpenSocial-Container machen (siehe Infobox weiter unten).

Auf dem Google Developer Day 2008 in München hat XING berichtet, ihre OpenSocial-Implementierung im ersten Halbjahr 2009 zu veröffentlichen. Zum Launch will man bereits eine Reihe von Applikationen fertig haben und hat Entwickler aufgerufen, sich einem Pitch dafür zu beteiligen. Die Meßlatte liegt sehr hoch: Konzept und Mockups möchte man haben, und teilnehmende Entwickler sollen ihre Idee dem XING-Management präsentieren.

Die Präsentation von XING auf dem GDD08 (siehe auch Infobox unten) beginnt mit einem Maulkorb in Rechtsanwaltansprache:

This presentation has been produced by XING AG (the “Company”) solely for use at the Google Developer Day presentation held in September 2008 and is strictly confidential. It has been made available solely for your own information and may not be copied, distributed or otherwise made available to any other person or recipient.

Hmm, wer hat die denn bei SlideShare veröffentlicht?

{tab=OpenSocial-Speak}

OpenSocial unterscheidet zwischen zwei Typen von Teilnehmern, Containern und Apps:

  • “Containers” — social networking systems like Ning, Orkut, LinkedIn, Hi5, and Friendster, and…
  • “Apps” — applications that want to be embedded within containers — for example, the kinds of applications built by iLike, Flixster, Rockyou, and Slide.

Der einzige deutsche Container, wenn auch nur eingeschränkt, ist die lokalisten media gmbh.

{tab=XINGs Präsentation}

Die XING-Präsentation beginnt auf Folie 62.

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Social-Bookmarking in den größten deutschen Websites

Hinsichtlich der Einbindung von Social-Bookmarking-Diensten wurden die Websites von zwölf Portalen (überregionale Zeitungen & Magazine sowie eine Auswahl der laut IVW reichweitenstärksten deutschen Websites) untersucht.

Als einziges untersuchte Portal verzichtet WELT ONLINE auf jegliche Social-Bookmarking-Funktionalität.

Zwei Portale, FOCUS ONLINE und stern.de, bieten neben externen Diensten eigene Social-Bookmarking-Dienste an.

Durchschnittlich werden 7,5 unterschiedliche Dienste angeboten. Fünf Dienste wurden in mindestens jedem zweiten Fall angeboten:

AngebotNutzungshäufigkeit
webnews.de10 Mal
yigg.de10 Mal
mister-wong.de10 Mal
del.icio.us9 Mal
linkarena.de8 Mal
folkd.com6 Mal

Am häufigsten werden die Verweise auf die Dienste am Ende des Artikels als direkte Links angebracht (n=5), bei vier Portalen erfolgt die Einbindung unabhängig vom Ort als Layer.

Sieben von elf Websites bieten keinerlei Erklärung oder Hilfe zu den Bookmarking-Funktionen – sie gehen wohl davon aus, dass Nutzer der entsprechenden Dienste sie an den Icons erkennen und alle übrigen Nutzer damit sowieso nichts anfangen können.

{tab=Download der Untersuchung (kostenlos}

Die vollständige Untersuchung mit Screenshots und genauen Daten zu allen zwölf Websites kann kostenlos heruntergeladen werden:

Download (PDF)

{tab=Eckdaten der Untersuchung}

Untersucht wurden im Mai 2008 zwölf überregionale Magazine und eine Auswahl der laut IVW weitreichsten stärksten deutschen Websites. Für jede Website werden PI und Vists von April 2008 angegeben.

ZEIT Online, stern.de, SPIEGEL Wissen, Pro7, SPIEGEL ONLINE, FOCUS ONLINE, FAZ.NET, T-ONLINE, AOL, sueddeutsche.de, Bild.de

Untersucht wurden wieviele und welche Social-Bookmarking-Angebote benutzt werden, wo und wie sie eingebunden werden und wie sie dokumentiert werden. Von jeder Einbindung wurde ein Screenshot bereitgestellt.

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Ist ein Community-Profil gewerblich?

Wie heise.de und Golem berichten, kam ein Gericht in Oldenburg zu dem Schluss, es läge bereits dann ein geschäftsmäßiger Nutzen vor, wenn jemand eine Tauschsoftware benutzt. Zur Begründung heißt es:

Damit wird der Rahmen des Privaten endgültig überschritten, denn für den Handelnden spielt es offenkundig überhaupt keine Rolle, wer auf die Daten zugreift. Kennzeichen des Privaten ist aber stets, dass nur ein überschaubarer, begrenzter Kreis* von Kontaktpersonen angesprochen wird.

Schöne Formulierung. Ab wann ist ein “Kreis von Kontaktpersonen” nicht mehr überschaubar? Sind 100 Kontakte noch überschaubar? 1000? Wie ist es mit (und sei es nur innerhalb der Plattform) öffentlichen Profilen? Ist ein Community-Profil mit mehr als 200 potentiellen Betrachtern eine geschäftsmäßige Nutzung der Community? Willkommen im 21. Jahrhundert.

*) Im PDF steht hier “Preis”, wohl ein Tippfehler.

Wie geht es weiter

Üblicherweise schreibt man keinen Blog-Post ohne Links. Dieser hier wird keine haben.

Rückblende

2004 schrieb ich an anderer Stelle:

In the first 5 years [of the WWW] we tried to figure out how this whole thing works. In the next five years we sat up services that faciliated the usage, aggregating a whole bunch of services into a single interface, building huge bridges between all kinds of services.

What’s next? Will we aggregate even more services into this interface? Will we shift to a different interface and live through all this again? Will there be new services superseding the Web?

Sieht so aus, als hätte ich die Entwicklungsgeschwindigkeit überschätzt. Wesentlich weiter als 2004 sind wir auch heute nicht. Über punktuelle Veränderungen (die manchmal tatsächlich Verbesserungen, oft aber nur Augenwischerei sind) sind wir nicht hinausgekommen. Natürlich gab und gibt es gewisse Trends:

  • Mobile Computing ist so ein Trend, mittlerweile gerne auch Ubiquitous Computing genannt — iPhone, Netbooks, UMTS usw.
  • Social Software / Media ist ein anderer Trend, der fast gar nicht im Mainstream angekommen ist. Dort heißt es dann klassisch “Community”. Und natürlich dürfen die Social Networks nicht fehlen, auch wenn der Begriff selbst wohl nur uns was sagt.
  • Im Kleinen Creative Commons.
  • Green IT ist auch so ein Ding, zwar sehr viel stärker technisch, andererseits aber auch mit in harten Zahlen messbarem Ergebnis.
  • Und letztlich das, was vieles erst ermöglicht hat: Breitband. Ohne DSL kein Massengeschäft im Internet. Das ist das einzige Produkt, die einzige Idee, die wirklich Durchdringung erreicht hat.

Zurück zu meinem Text von 2004. Was geht heute über das Web, was 2004 nicht ging?

Dank Breitband funktionieren (naja, oder auch nicht) heute Video-Portale und digitaler Filmverleih (in gewissen Grenzen). Inhaltlich sind wir nicht weiter gekommen. Es gibt mehr von allem, aber nichts Besseres.

Ausblick

Lehnen wir uns mal einen Moment zurück — jaja, die Rückblende hatten wir gerade, macht trotzdem mal mit — und schaun, was in den letzten 12 Monaten passiert ist.

OpenID, DataPortability, PI-Rekorde der Social Networks, die Erkenntnis das zig Mrd. PI noch keinen Gewinn bedeuten müssen, Micro-Blogging und jede Menge Aggregation, Mesh Up und vertikale Zusammenfassungen. Cross Media, wenn man die Bemühungen von Fernseh-, Radio- und Print-Unternehmen so nennen möchte. IPv6 kommt gaaaanz gemächlich ins Rollen, IANA, ICANN und Co. verwalten vor allem sich selbst, in den USA wird über Net Neutrality diskutiert. Nichts von alledem hat bislang die kritische Masse des Mainstream erreicht.

Nach der Yesterday’s Weather-Methode und ausgehend von den genannten Punkten, wohin führt uns der Weg? Das ist die Frage, die mich im Moment am meisten beschäftigt. Nicht nur, weil sie grundsätzlich spannend ist, sondern auch, weil sie meine eigene Zukunft betrifft.

Und eure? Wohin geht die Reise?

Erste Regel der Moderation

Zufälle gibts ;) Nach der Arbeit gingen ein paar Kolleginnen und Kollegen und ich in ein nettes Lokal, um zu klönen und auszuspannen. Dabei trug sich die Diskussion unter anderem zum Thema Kommunikation.

Eine der Kolleginnen erzählte, dass sie auf manche E-Mails bewusst nicht sofort reagiere, auch wenn es sie in den Finger jucke, sondern erst eine Nacht darüber schliefe.

Was mich an meine Moderations-Regeln für phpBB.de erinnerte, die ich 2003 “erließ”, als wir in schneller Folge neue, unerfahrene Moderatoren ernannten. Die erste Regel lautete (und lautet noch heute):

Keine Panik
Wenn Euch ein Thema/Beitrag/User unangenehm auffällt (Werbung, Spam, Beleidigung, …), nicht gleich überreagieren. Erstmal tief Luft holen, 10 Minuten was anderes machen und dann nochmal drüber nachdenken.
Unbedachte Reaktionen seitens eines der Mitglieder des phpBB.de - Teams fallen auf das ganze Team zurück und schädigen den Ruf von phpBB.de. Und das wollen wir doch nicht, oder :-)

Dirk wiederrum, und hier kommt der Zufall, zitierte vorgestern Eric Heimburg (seines Zeichens MMO Systems Designer für das kommende StarTrek Online und Mitentwickler der Asherons Call-Reihe). In dem Blog-Post Taming the Forum Tiger definiert Eric als erste Daumen-Regeln für Moderatoren:

  • Never post while angry.
  • […]
  • If in doubt, mark the thread and wait 24 hours before responding. Odds are you’ll have a completely different response.

Natürlich, und das Beispiel meiner Kollegin zeigt das, gilt diese Regel generell für asynchrone Kommunikation, egal ob im Beruf, privat oder in Online-Communities. In Chats oder am Telefon wiederrum ist das kaum möglich. Dort sind andere Strategien gefragt. Ein /kickban schließt einen unerwünschten Chatter von der weiteren Kommunikation aus, doch meist kann man die Situation entschärfen, bevor man zu diesem letzten Mittel greifen muss. Hier sind die Kommunikationsfähigkeiten eines Moderators besonders gefordert.

Online Communities anno dazumal

Mailboxen und Newsgroups gibt es seit 1979, das WWW seit 1993, Standard-Software für Online-Communities gibts seit 1999/2000, “Web 2.0” kennen wir seit 2004. Soziale Netzwerke á la MySpace, Facebook & studiVZ sind nicht wesentlich älter als 4 Jahre.

Wie ging das mit den Communities denn vor 2004, vor Web 2.0? Dirk ist dem nachgegangen und hat für den Communitystammtisch in Frankfurt folgende Folien gebaut:

Lautete früher die Anrede “Webmaster”, heißt es heute Community-Manager. Und der kümmert sich kaum noch um die technische Seite, also wie das Bild eines Benutzers in sein Profil kommt, sondern vielmehr damit, was so ein Benutzerbild bedeutet und ob es ihm hilft, die Attraktivität seiner Plattform zu steigern.

Siehe auch dieses Stück aus dem alten WWWorker: Self Publishing. Es gibt betrachtet den Hintergrund und die Auswirkungen des Wandels weg vom Webmaster hin zum Community-Manager*.

*) Oder Intranet-Beauftragter, Redakteur, Presseverantwortlicher, …

Update 03.07.2008: Hatte die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf, aber Dank Om Malik wurde ich auf den neusten PEW/Internet-Bereicht aufmerksam, vor allem auf dieses Diagramm:

Ende 2004 Anfang 2005 übersteig zum ersten Mal die Anzahl der Breitband-Anschlüsse die der Telefonanschlüsse in den USA. In Deutschland setzten sich Breitbandanschlüsse zwar erst ein bis zwei Jahre später durch, dafür aber schneller als in den USA — wenn man die Zahlen so nimmt, wie sie präsentiert werden.

“Du hast eine neue Nachricht.”

Üblicherweise erhält ein Benutzer eine E-Mail, wenn jemand einen Gruß im Gästebuch hinterlassen oder eine private Nachricht geschrieben hat.

Statt E-Mail gibt es oft die Möglichkeit, SMS statt E-Mails zu erhalten. phpBB 3 bringt dagegen Support für Jabber mit, ein Instant Messaging-Protokoll.

Dennoch wird es nicht mehr lange dauern, bis man Benachrichtigungen aller Communities und Dienste auch per Microblogging oder IM erhalten kann — wobei es wahrscheinlich eher Microblogging-Dienste wie Twitter sein werden, die hier die Nase vorne haben: AOL hat heute alternative Clients seines IM-Dienstes ICQ ausgesperrt. Benutzer dieser Programme erhalten statt dem erwünschten Login die Nachricht, ihr Client sei zu alt. Dieses Spielchen wiederholt sich alle paar Monate mit AIM/ICQ, MSN und Yahoo! und verursacht auf Seiten der alternativen Clients Arbeit und Frust — am Ende schaffen sie es aber immer wieder, doch Zugang zu bekommen.

Zurück zum Thema. Ich hätte nichts dagegen, auf die diversen Benachrichtigungs-E-Mails zu verzichten und stattdessen ein tweet zu erhalten. Oder eine Nachricht auf meiner MySpace-Seite. Oder bei Facebook. XING. Was auch immer.

Twitter statt E-Mail?

Wenn E-Mail für Privatnutzer ausgedient hat, durch welches Medium wird stattdessen kommuniziert?

Unserer kleinen Umfrage zufolge scheint es Instant Messaging zu sein — das deckt sich auch mit meinen eigenen Beobachtungen und gleichzeitig mit dem Fakt, dass SMS der Treiber im privaten Mobilfunk-Markt ist.

Betrachtet man Instant Messaging und seinen Urahn IRC, sieht man einen Trend wiederkommen. Nachdem man sich zunächst in Gruppen unterhielt, zog es die Benutzer in privatere Kanäle. Heute fordert man wiederrum die Möglichkeit, eine Nachricht an viele Freunde gleichzeitig zu senden. Twitter kann beides.

Kommunikation via E-Mail im Unternehmen beschränkt sich oft auf Terminplanung, Dateiaustausch und Massenmails. Sitzt man nicht gerade Kilometer weit auseinander, werden Entscheidungen in den meisten Fällen in Sitzungen und Ad-Hoc-Meetings getroffen. Alex hat bei ReadWriteWeb einen interessanten Artikel dazu geschrieben, in dem er zu dem Schluss kommt:

We’re likely to see a consumer shift from email towards more compact forms of communication, but in the enterprise the email hold is strong and unlikely to be replaced any time soon.

Dieser Einschätzung möchte ich folgen. Ob es jetzt gerade Twitter sein wird, darüber liesse sich streiten.

Die haben ihre ganz eigenen Probleme. Neben der Stabilität ihrer Plattform (zum Beispiel letzte Woche) vor allem die Frage, wie sie zu Geld kommen. Einen möglichen Weg dazu skizziert Nate Westheimer in einem Artikel beim Silicon Alley Insider. Er schlägt vor, dass man per Twitter Geld versenden könnte. PayPal hat das per E-Mail vorgemacht, und Nate argumentiert, Twitter solle dem Beispiel folgen und so einem nennenswerten Umsatz kommen.

Twitter wäre sogar in der besseren Situation als PayPal es war. Es musste zunächst die Idee, per E-Mail zu bezahlen, verkaufen und beweisen, dass diese Methode sicher, schnell und einfach funktioniert. Es musste warten, bis ausreichend Kunden dauerhaften Zugang (sprich: DSL zu Hause) zum Internet hatten und Online-Banking an sich in den Haushalten angekommen ist. Diese Pionierarbeit hat PayPal geschultert — Twitter könnte jetzt auf PayPals Schultern stehen und davon profitieren.

Dazu kommt, das Twitter wesentlich flexibler ist als PayPal. Ob per Handy, Smartphone, PC oder Internet Tablet, wo ein Online-Zugang vorhanden ist, kann man Twitter nutzen. Es ist leichtgewichtiger (siehe auch die Artikel bei RWW und SAI) und schneller als E-Mail.

Vielleicht hatte Google ja genau das vor und wird Google Checkout mit Jaiku verbinden?

{tab=Google Checkout}

Mit Google Checkout™ können Sie schnell und problemlos in vielen Online-Shops im Internet einkaufen und alle Bestellungen und Versanddaten in einem Konto verwalten.

So wirbt Google für Google Checkout, eine Bezahlmethode für Käufe im Internet. Seit Juni 2006 bietet Google damit Händlern und Käufern die Möglichkeit, bargeldlos und ohne Übertragung von Kreditkarten- oder Kontoinformationen Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Das besondere an Google Checkout ist die Kopplung an Google AdWords, das Werbesystem von Google. Kommt ein Kauf in einem Online-Shop über eine AdWords-Anzeige zustande, erhält der Händler bei der Bezahlung mit Google Checkout einen Rabatt auf die Aufwandsgebühr von Google Checkout: pro AdWords-Dollar zehn Checkout-Dollar.

{tab=Jaiku}

Gegründet im Februar 2006, wurde Jaiku im Oktober 2007 von Google gekauft. Wie Twitter ist Jaiku eine Microblogging-Plattform, über die man einzelnen oder Gruppen kurze Nachrichten senden kann. Seit dem Kauf ist Jaiku für neue Mitglieder geschlossen — was Google mit dem Kauf bezweckte und welche Ziele es für Jaiku hat, ist nicht ganz klar:

Activity streams and mobile presence are important areas where we believe Google can add a lot of value for users. Jaiku’s technology and talented team are a great addition to Google’s current application and mobile teams.

{/tabs}

Community-Management bei Google

Ein Google-Poloshirt, einen USB-Kartenleser und ein Dankeschön-Brief bekam Andreas Gohr letzte Woche von Google.

Andreas ist nicht nur der Autor von DokuWiki, sondern auch einer Firefox-Erweiterung namens gBrain. Diese Erweiterung speichert jede besuchte Seite bei Google Bookmarks. Sinn der Sache ist, die eigene Browse-History überall verfügbar zu haben.

Leider sprengt diese Idee Google Bookmarks. Wie der Verantwortliche bei Google, Jeffrey Korn, Andreas erklärte, ist Google Bookmarks nicht dafür gedacht, tausende von Bookmarks pro Nutzer zu verwalten. Außerdem fragt die Google-Suche bei Bookmarks ab, ob ein Suchergebnis zur eigenen Bookmark-Sammlung gehört. Und dass gestaltet sich bei zig tausend Bookmarks als Performance-Fresser.

Nachahmenswert die Reaktion von Google. Der Entwickler aus Mountain View, Jeffrey Korn, informiert die Kollegen in Deutschland und bittet diese, Andreas dazu zu bewegen, den Vertrieb seiner Extension einzustellen. Der hat nichts weiter dagegen einzuwenden, will aber wissen, wo das Problem ist. Der deutsche Google-Anwalt stellt den Kontakt zu Jeffrey her und der erklärt es Andreas. Und zum Dank für die Zusammenarbeit gibts das oben erwähnte Care-Paket.

Google, dass heisst Jeffrey Korn, hätte auch ganz anders reagieren können: gBrain den Zugriff aus Google Bookmarks aussperren zum Beispiel.

Statt dessen wird transatlanisch kommuniziert, Rückfragen beantwortet und nach Abschluss der Geschichte sogar an ein Dankeschön gedacht. Besser gehts kaum.

[via GoogleWatchBlog]