Conversion: Kinetic Energy and Friction

Wie man mittels kinetischer Energie und möglichst wenig Reibung Surfer zu Kunden macht, versucht ein Artikel bei ALA zu erläutern. Die Kommentare sind allerdings lesenswerter als der Artikel selbst ;)

In den Kommentaren zu [Flywheels, Kinetic Energy, and Friction](http://www.alistapart.com/articles/flywheelsandfriction) beschreibt [Andrey](http://andreysmagin.com/blog) recht gut, was passiert, bevor/damit ein Kunde ein Produkt kauft. Nix neues, aber trotzdem [interessant zu lesen](http://www.alistapart.com/comments/flywheelsandfriction?page=1#9):
> A visitor gets excited about an offer and discovers more and more information that makes the offer more appealing. At some point he makes his mind and converts in his head. Customer converts not when he clicks “place an order” or submit button. He converts before that, and after he made his mind he would stick to it, unless he meets significant amount of friction to formally finish conversion.

[Weiter >](http://www.alistapart.com/comments/flywheelsandfriction?page=1#9)

Wie gesagt, der Artikel selbst hat seine Schwächen, die auch prompt von den Lesern, vertreten durch [Matthew](http://www.thewatchmakerproject.com/) [aufgedeckt werden](http://www.alistapart.com/comments/flywheelsandfriction?page=#5):
> So basically what you’re saying is “we changed half-a-dozen things and improved conversion, but for the sake of convenience we’re going to claim it’s all due to one thing”?

Syriana (2005)

Heute abend im [Helia](http://kinos-darmstadt.de/): Syriana (2005), mit George Cloony und Matt Damon.

Hatte schon vor ein paar Wochen die Ankündigung gelesen und dann auch den Trailer gesehen. Den Kommentaren bei IMDB nach zu urteilen scheint die Geschichte spannend und realistisch zu sein, sowie erstaunlich kritisch mit dem Thema Öl-Politik umzugehen.

Ich bin gespannt.

Wünsche für ein mobiles Leben

> Mein mobiler Wunsch Nr. 2 sind übrigens Leihhemden.

Das erinnert mich an einen Science-Fiction-Roman, dessen Titel mir ums Verrecken nicht einfällt… Dort wird eine Utopie gezeichnet, die auf negativer Einkommensteuer, mobilen Städten und riesigen Wohntürmen basiert. Immer wieder werden die Wohntürme abgerissen und neu gebaut, um die Wirtschaft in Schwung zu halten. Die Gesellschaft nennt sich Verdienst-Soziokratie, man muss nicht arbeiten, wenn man nicht will. Was mich nun aber an die Leihhemden erinnert, ist die Idee, keine Kleidung mehr zu besitzen, sondern jedes Kleidungsstück — abgesehen von vielleicht einem oder zwei Stücken — morgens frisch zu bestellen — und zu bezahlen. Warum? Weil man in den Wohntürmen keinen Platz hat — damit man konsumiert.
Sollte jemand das Buch erkannt haben, bitte einen Kommentar mit dem Titel hinterlassen ;)

> Wunsch Nr. 3 ist ein universelles Ladegerät.

Ganz klar, Douglas Adams’ *[Dongly Things](http://www.douglasadams.com/dna/980707-03-a.html)*:
> I have rooms full of little dongly things and don’t want any more. Half the little dongly things I’ve got, I don’t even know what gizmo they’re for. More importantly, half the gizmos I’ve got, I don’t know where their little dongly thing is.

[Inspiriert von Guerilla Projektmanagement - subversive IT Projekte und Zeug » Wunschliste mobiles Leben]

Black is beautiful

Wer kann sie noch sehen, weiße Websites mit hellen Farben und Linien? Schwarze Hintergründe, dunkle Töne, so sollten Websites 2006 aussehen: **Black is beautiful**.

Schwarzer Text auf weißem Grund. So wird seit der Erfindung des Buchdrucks Text gestaltet. Das ist nun immerhin fast 600 Jahre her. Klar, dass der eine oder die andere sich Text gar nicht mehr anders vorstellen kann.

Aktuelle Monitore, vorausgesetzt, sie sind korrekt kalibiert, stellen auch dunkle Hintergründe mit heller Schrift gut genug dar, um am Bildschirm Texte zu lesen. Konsolen — von Unix bis Windows — hatten übrigens immer einen schwarzen Hintergrund mit heller Schrift.

Seid mutig. Experimentiert und habt Spaß. *Schwarz auf Weiß* ist älter als die meisten von uns, auf zu neuen Ufern!

OnlyWire - Link-Marketing einmal anders

Mit [OnlyWire](http://www.onlywire.com/) bookmarkt man eine URL bei bis zu 16 (Stand 02.03.2006) Online-Bookmark-Services; mit einem Klick wird die URL bei allen Diensten gespeichert, für die man bei OnlyWire seine Benutzerdaten hinterlegt hat.

Und hier haben wir gleich Problem #1. Klar, das ist komfortabel und einfach. Allerdings gibt man damit seine Benutzerdaten in fremde Hände. Wird OnlyWire einmal gehackt — oder hat OnyWire ein Sicherheitsleck in seinern Applikationen — muss man davon ausgehen, dass die Zugangs-Daten seiner Nutzer mißbraucht werden.

Und da ist schon Problem #2. Sobald ich — auf einem Schlag oder nach und nach — meine Credentials für die verschiedenen Dienste eingebe, bookmarkt OnlyWire automatisch und in meinem Namen sich selbst und einen Sponsor bei jedem von mir eingerichteten Dienst.

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Nun kann man OnlyWire nicht vorwerfen, das heimlich zu tun. Es steht direkt an Punkt 1 der [Terms of Service](http://onlywire.com/terms):

> 1. You agree to let OnlyWire bookmark the http://www.onlywire.com site AND the OnlyWire Sponsor site on each of the bookmarking services you are participating with.

Was die ToS nicht eindeutig klären ist, ob es nur einen Sponsor gibt und wie oft in meinem Namen diese gebookmarkt werden. Entweder ist OnlyWire nur ein Marketing Gag von/für Central Desktop, oder es gibt mehrere Sponsoren, die in regelmäßigen Abständen durch OnlyWire im Namen seiner Benutzer gebookmarkt und damit beworben werden.

Jedenfalls hinterläßt diese Praxis einen schalen Beigeschmack — abgesehen davon, dass man seine Benutzerdaten für andere Dienste aus der Hand gibt.

Fazit: Lieber nicht nutzen.