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JPEG-Komprimierung im Vergleich

Bandbreite wird ja, dank verstärkter 3G-Nutzung, wieder zum Thema. Gut so. Zu meinem Toolkit gehört auf dem Desktop ImageOptim, hier im Blog arbeitet Smush.it. Von einem Kollegen wurde ich letzte Woche auf JPEGmini aufmerksam gemacht.

ImageOptim und Smush.it verwenden eine Kombination verschiedener, spezialisierter OSS-Tools um JPEGs, PNGs und GIFs klein zu rechnen: JPEGOptim und Jpegtran. Letzteres kommt bei Smush.it nicht zum Einsatz. Bei JPEGmini hat man sich selbst zwei Tools ausgedacht. Zuerst versucht ein Tool die minimale Qualität zu berechnen, die das neue JPEG bräuchte, um im Vergleich zum Original gut genug auszusehen, als das Menschen die höhere Kompressionsrate erkennen könnten. Ich schätze mal, dass dahinter eine Implementierung von SSIM steckt. Zusätzlich hat man sich einen JPEG-Encoder ausgedacht, der auf Minimierung der resultierenden Dateigröße optimiert ist.

Mal sehen, wie der Vergleich aussieht.

Katze

Dateigröße in Kilobyte Reduzierung in Prozent
Original 171
ImageOptim 159 7 %
Smush.it 159 7 %
JPEGmini 133 22 %
ImageOptim, danach JPEGmini 127 25,7 %
Smush.it, danach JPEGmini 128 25,1 %

 

Strand

Dateigröße in Kilobyte Reduzierung in Prozent
Original 2022
ImageOptim 1336 35 %
Smush.it 1792 11 %
JPEGmini 761 62 %

 

JPEGmini produziert wesentlich kleinere Dateien. Man muss schon sehr genau hinsehen, um einen Unterschied feststellen zu können. Wenn es demnächst tatsächlich eine Web-API und einen Desktop-Client geben sollte, könnte man sich überlegen, Smush.it und ImageOptim aufs Altenteil zu schicken.

Abgesehen von solchen Optimierungen bewegt sich im Moment einiges im Bereich der Bildformate. WebP könnte in den nächsten Jahren eine Rolle spielen, und vielleicht passiert ja auch mit JPEG XR noch etwas.

Die Katze heißt Nasty cat! von stammt von Hannibal Poenaru. CC-BY-SA. Der Strand kommt von mir. CC-BY-SA.

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Verspielisierung

Gamification. Das nächste große Ding nach Social Media. Jeder selbsternannte Social Media-Experte, der etwas auf sich hält, kennt sich ab sofort auch mit Gamification aus. FourSquare hat Badges! Pointsification

Steven Poole läßt in der Dezemberausgabe von EDGE eine lange überfällige Breitseite gegen Gamification-Apologeten los. Sein Hauptziel ist Jane McGonigal und ihr Abriss “Reality is broken”.

Kein Schwanz ist so hart wie das Leben. So siehts aus. Dass mir ein Spielchen dabei helfen möchte, die Ribbons von MS Office besser zu verstehen, interessiert mich nicht die Bohne. Wenn das Bedienkonzept kaputt ist, nützt auch keine niedliche Büroklammer, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Da spiele ich lieber eine Runde Cart Life und lerne Andrus besser kennen.

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40 % brauchen keine Apps

In einer ausführlichen, gut dokumentierten Studie fragt Pew Tablet-Besitzer nach ihrem Nachrichtenkonsum auf ihrem Tablet.

Ein Ausschnitt der Studie fragt nach dem Medium des Konsums und zeigt, dass 40 % der Befragten, und sogar 44 % aller Befragten, die längere Artikel lesen, dies am liebsten mit dem Tablet-Browser tun. Nur knapp ein Fünftel der Befragten benutzt dafür lieber Apps.

Das zeigt wieder einmal, dass Apps mehr sein müssen als bloße Gucklöcher ins Web.

Die Studie deutet auch auf das grundsätzliche Vermarktungsproblem von Nachrichten hin. Je breiter die Themenauswahl (je Quelle und im gesamten zugreifbaren Angebot), desto geringer ist die Bereitschaft, für Nachrichten zu bezahlen. Nichts neues. Nischen zu besetzten hilft.

Es wird auch nach den regelmäßig genutzten Quellen gefragt. Aus den Antworten ergibt sich, das zwei Drittel der Befragten drei Quellen regelmäßig konsumieren und damit zufrieden sind:

The majority of tablet news users, 65%, mostly rely on only one to three sources or apps.
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Follow up: „Mobile Portale”

Brennan Browne von AnswerLab, eine US-amerikanische UX-Butze, fast in einem Artikel für das UX Magazine ein Jahr User Experience-Research fürs iPad bzw. Tablets zusammen.

Seine fünf Folgerungen im Schnelldurchlauf:

  1. Das iPad wird eher als kleiner Computer denn als großes iPhone genutzt. Apps sollten daher einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zum Web bieten.
  2. Location-based-Zeugs spielt auf dem iPad eine untergeordnete Rolle. Die stationäre Nutzung (noch) überwiegt.
  3. Nutzer erwarten, die normale Version einer Website nutzen zu können. Abgespeckte, mobile Portale entsprechen nicht der Erwartungshaltung.
  4. Im Gegensatz zu Handys werden Tablets mit der Familie gemeinsam benutzt. Daher sollten Use Cases, die mit Logindaten oder Käufen zu tun haben, besonders aufmerksam betrachtet werden.
  5. Noch sind viele Benutzer nicht an diese Geräteklasse gewohnt und gehen daher wesentlich sensibler mit Loginformularen u. ä. um.

Die Punkte 1 und 3 konvergieren mit meiner Agenda: Mobile Websites sterben, Apps müssen mehr als ein Guckloch ins Web sein.

/via @guerillagirl_/ArneKittler

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Homecoming

Meine alma mater veranstaltet am 29.10.2011 'ne tolle Sause.

Warum das Ganze? Ganz einfach: Die Media Studiengänge haben mittlerweile hunderte Absolventen erfolgreich in den Job gebracht. Viele von ihnen haben ihre Wurzeln nicht vergessen und möchten in Kontakt bleiben. Zudem hat auch die Vergangenheit gezeigt, dass der Kontakt zu Alumni vorteilhaft für Studierende ist. So werden den Studenten regelmäßig Praktika und Jobangebote durch Ehemalige vermittelt. Im Gegenzug kommen einige von ihnen als Lehrbeauftragte an die h_da zurück.

So schreibt die Projektgruppe, die sich um die Veranstaltung am 29.10.2011 auf dem mediencampus Dieburg kümmert.

Natürlich konnte ich meine Klappe nicht halten und hab’ einen Workshop-Vorschlag eingereicht, der auch prompt angenommen wurde. Das Thema wird Content Strategy sein.

Grob umrissen steht der Workshop. Anhand eines realen Beispiels werden wir das kleine Inhalte-1x1 durchgehen und die Content Strategy für eine Microsite zum Thema Unternehmenskommunikation* entwickeln.

Letztlich geht es dabei um mein Mantra, nämlich die richtige Information zur richtigen Zeit in der richtigen Form zur richtigen Person zu bringen.

Wir werden uns ansehen, wozu man welche Inhalte erstellt, in welchen Formen sie daher kommen, wie man sie wiederverwertet und pflegt und wie man sie wo präsentiert. Schwerpunkte würde ich bei der ersten Frage, Wozu?, sowie der Wiederverwertbarkeit sehen. Einen Tod muss man ja sterben — einige spannende Themen werden wir nur en passend betrachten können.

Ick freu’ mir jedenfalls und bin gespannt, welche anderen Vorträge und Workshops angeboten werden, ob meine Profs mich noch erkennen und welche anderen bekannten Gesichter ich wiedersehen werde.

Wenn sich jemand meiner werten Leserinnen & Leser mit dem Thema befasst oder sich dafür interessiert: Was würdet ihr in diesem Workshop gerne hören/lernen/erfahren? Welche Themen findet ihr spannend? Was darf nicht fehlen?

*) Genauer kann ich das Thema erst benennen, wenn mein AG das abgenickt hat. Wird klappen — immerhin ist das Portal öffentlich zugänglich :-)

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Feine Comics

Wer ist nicht fasziniert von einer guten Geschichte? Jeph Jacques und Evan Dahm bereichern meine Tage und vielleicht bald auch deine.

Eine Website besuche ich jeden Abend: Questionable Content. Jeph versüßt mir damit die Feierabendstunden. Die Geschichte ist ein bisschen wie „Friends” — nur skurriler, durchgeknallter und noch übertriebener. Genau das richtige nach einem langen Arbeitstag.

Jeph veranstaltet ein mal im Jahr eine Gastautorwoche. Dazu lädt er Comicautoren und -zeichner ein aus aller Welt ein —von denen ich sonst nie etwas gehört hätte. So geschehen vorgestern mit Evan Dahm.

Evan zeichnet als “rice boy” drei Comicserien, von denen es mir Vattu (siehe Artikelbild) am meisten angetan hat. Nicht lange überlegen, klicken und lesen.

Oh, und kann bitte jemand die comiXology-App verbieten? Danke!

Wenn ich es mir recht überlege, ich habe noch Zeit für einen dritten Comic pro Tag :-) Welches sind eure Favoriten?

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Your profile should represent you

Ich finde das aus so vielen Gründen gut und richtig, dass ich keine Lust habe, sie hier alle aufzuzählen.

Siehe auch:

Am meisten freut mich, dass sie ihre Regeln durchsetzen.

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„Mobile Portale”

Zwei Portale für die jeweils beste Experience muss niemand mehr pflegen. Mobile Geräte skalieren sehr smart und haben ordentliche Auflösungen.

Da mobil immer wichtiger wird, könnte man zu dem Schluss kommen, eine mobile first-Strategie zu fahren. Wäre nicht das Schlechteste. Solche Krücken wie die von BMW werden binnen drei Jahren ausgedient haben.

Ein weiteres Relikt der WAP-Ära darf auch sofort in Rente gehen, die Browserweiche. Ich weiß was ich tue, wenn ich mit meinem Handy eine URL aufrufe und brauche keine Weiterleitung. Zumindest die Möglichkeit, von der mobilen Version zur echten Website zu wechseln, sollte gegeben sein. (Ansonsten sollte man ehrlich sein und das Ding Browsersperre nenne. Siehe BILD & iPad.)

Super sind Javascript-Weichen, die erstmal die ganze Website laden, ehe sie sich entschließen, den Besucher auf die „für mobile Endgeräte optimierte Version” weiterzuleiten. Hinsichtlich der Idee, eine abgespeckte Version für Handys anzubieten, ist dieses Vorgehen echt … clever.

Tablets übrigens sind keine mobilen Endgeräte. Auf den Dingern hat man mehr screen estate als 1995 auf nem 15 Kilo schweren Röhrenmonitor. Für die meisten Website gibt’s keinen guten Grund, einem Tablet die Symbian-Handy-Version auszuliefern. Smartphones mit mehr als 800 Pixel in der Breite bzw. Höhe kommen in der Regel auch prima mit der ganz normalen Website klar.

Fühlt sich an, als hätten wir in drei Jahren grundsätzlich nur noch eine Website-Version, und die wird auf Tablets und Smartphones funktionieren müssen.

Bild: mrclean, CC-BY-NC

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Browser-Updategeschwindigkeit

Chrome-Nutzer updaten ihren Browser am schnellsten. Die Releasepolitik von Mozilla sorgt für langsamere Updates.

Das war meine Hypothese. Basierend auf den Logs einer bekannten deutschen Consumer-Website zeigt sich, dass ich richtig lag. Hier die Auswertung im Detail.

Google Chrome

Google Chrome aktualisiert sich sehr leise im Hintergrund, was wahrscheinlich der Hauptgrund für den schnellen Updateprozess ist.

Mozilla Firefox

Auch die Firefox-Nutzer sind recht schnell, wenn es um Updates ihres Browsers geht. Im Vergleich geht die Aktualisierung allerdings viel behäbiger vonstatten. Ein Grund dafür könnte sein, dass Firefox mittlerweile auch auf vielen Firmenrechnern läuft — und gerade Firefox ist nicht gerade Admins Liebling.

Internet Explorer

IE9 knabbert vor allem am Anteil von IE8. IE7 scheint sich langsam aber sicher zum neuen IE6 zu entwickeln: Updates auf 8 und 9 finden kaum statt. Kein Wunder, IE9 gibt es erst ab Windows Vista.

Browser War

Insgesamt liegt IE9 noch knapp hinter Chrome 12 und Firefox 5. Der Unterschied ist marginal und ich gehe davon aus, dass Ende Juli der Internet Explorer über eine größere Verbreitung als Chrome 12 und Firefox 5 verfügen wird.

Was die Verteilung der drei Browser angeht, so liegt Firefox mit 43 % vor Internet Explorer mit 29 %. Chrome kommt auf 10 %.

Bild: Galit Weisberg.

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Das könnte funktionieren

Facebook ist die Definition von Social Network. Noch.

Denn ab morgen (naja, eher in ein paar Monaten) könnte Google+ Facebook den Rang abgelaufen haben. Dass es Facebook über kurz oder lang erwischt war vorherzusehen. Und im Gegensatz zu so mancher Vaporware hat Google+ das Potential dazu.

Mario schreibt, Google+ sei aus dem Web gewachsen. Das finde ich auch. Allerdings nicht aus irgendeinem Web, sondern dem Facebook- und Twitter-Web. Was man auch immer von beiden halten mag, sie haben die Regeln verändert. Google+ führt die Regeländerungen konsequent weiter und fügt eigene hinzu.

Zum Beispiel mein persönliches Killer-Feature. Statt nur Benachrichtigungen anzuzeigen ermöglicht es G+, sofort zu reagieren. Echtzeit-Web.

Oder die Videokonferenzen. Damit schlägt Google nicht nur Facebook, die so etwas nicht einmal anbieten. Auch Skype wird sich ärgern. Lachende Dritte sind wir. Alex vergibt dafür zurecht drei Ausrufezeichen.

Clever ist auch die Möglichkeit, anderen zu folgen, ohne sie frienden zu müssen. Kennen wir von Twitter. Hat Facebook nicht.

Sparks. Auf den ersten Blick ähneln sie sich den Interessen bei FB. Nur dass sie nicht dazu dienen, anderen ein Bild von mir zu vermitteln, sondern mich mit spannenden neuen Inhalten versorgen. Der Nutzen ist wesentlich größer.

Natürlich dürfen die Circles in dieser Aufzählung nicht fehlen. Seine Freunde in Gruppen zu unterteilen, das ist nichts neues. Neu ist, wie verdammt einfach das geht und wie verdammt einfach man Inhalte nur mit den Menschen teilen kann, die es etwas angeht. Und das ist gut so!

Potential hat G+. Natürlich ist es schwer, gegen ein etabliertes Angebot mit 700 Millionen Nutzern anzutreten. Der Erfolg ist sicherlich nicht gewiss, auf jeden Fall aber möglich. +1 liebe Googler.

Das einzig blöde daran wäre Naja, ihr versteht schon :-)

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