OMGWTFBBQ

Seit ich EVE kenne, hat CCP jedes Jahr, mit jedem Update, wieder einen drauf gesetzt. Aber richtig. Jedes Mal saß ich mit offenen Mund vorm Bildschirm und kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Und heute? Locker flockig kündigt CCP auf der Gamescon DUST an. Ein Konsolen-Onlinespiel, dass die Raumkämpfe des EVE-Universums um IN DER GLEICHEN WELT stattfindende 3D-Ego-Strategie-Shooter-Planetenschlachten erweitert.

Holy freakin moly.

Disclaimer: Ich bin Fan… Merkt man, wa?

Weiterbildung statt Gehaltserhöhung

Viele Unternehmen können in der momentanen Krise keine Gehaltserhöhung anbieten. Würden Sie stattdessen auch verstärkte Weiterbildungsangebote akzeptieren?

StepStone-Umfrage
Ui. Dass nur 8 % auf einem besseren höheren Gehalt bestehen, hätte ich nicht gedacht.

Apropos: Den EBC*L wollte ich dieses Jahr noch angehen. Hoffentlich klappt das.

Rasenkantschneider

Die letzten Tage wurde wohl der eine oder andere Eimer umgeworfen: tr.im macht dicht, dann doch nicht, die Frage nach den Geschäftsmodellen der URL-Verkürzer schwappt über und irgendwie sind sich alle einig, dass keiner so genau weiss, wie es mit den Diensten weitergehen soll. Schuld daran ist natürlich Twitter bzw. deren Finanzier, der auch Eigentümer von bit.ly ist — freundschaftliche Bande bestehen obendrein.

Wozu braucht man bis an alle Ewigkeit bestehende und nutzbare Kurz-URLs? Wohlgemerkt, kurze URLs. Es geht nicht im persistente Adressen, sondern um möglichst kurze. Halbwertszeit so ca. 7 Tage?

Merken Sie bitte

Merken Sie bitte:
Ihr Auftrag wird über die Luftpost gesendet, die von Australien direkt ist.
Vom Tag der Abfertigung, kann es 5-21 Tage nehmen, um zu Ihnen anzukommen.
Nicht alle Einzelteile von Australien werden Fabrik-versiegelt.

Hrhr.

DRM wird illegale Kopien nie verhindern

Nein, es wird immer nocht nicht klappen, auch wenn Herr Schild das gerne hätte:

Verhindert ein psychologisches DRM das Kopieren? Technisch gesehen: nein, soll es aber auch nicht. Ein psychologisches DRM vermittelt lediglich das Gefühlt, ein persönliches E-Book zu besitzen – und erlaubt im Nachhinein den Verursacher von Raubkopien zu ermitteln.

DRM, egal in welcher Form, wird vermeintlich illegale Kopien nie verhindern können.

Macht gute Preise, sinnvolle Angebote (z. B. rabattierte Bundles aus E-Book und Buch) und sorgt dafür, dass Kauf und Benutzung kundenfreundlich sind. Verabschiedet Euch von Besitzstandsdenken, Kundenbevormundung und -gängelung. Und auch vom Glauben es besser zu wissen als die Kunden. Zitat aus einem großen Verlag: “Wir wissen sehr genau was die Kunden wollen — aus unserer Sicht.”

Dazu ist Umdenken erforderlich, nicht neue DRM-Methoden.

Lesetipp für den Sommerurlaub: “Free” von Chris Anderson. Kostenlos als PDF und als Hörbuch.

Mehr nach dem Sprung. Continue reading

Die Piraten und der Holocaust

Holy moly. Anfangs hielt ich es für einen Sturm im Wasserglas. Aber was Christian von F!XMBR da zusammen gertragen (erlebt) hat, ergibt ein sehr eindeutiges Bild.

Ehrlich gesagt habe ich bei den ersten Meldungen noch mit den Schultern gezuckt. Dann habe ich mehr gelesen, Quellen und Berichte. Zunächst hatte ich den Eindruck, dass viele Piraten und Piratenfreunde ähnlich denken wie ich selbst — was ich gut fand. Dann las ich noch mehr… Leute, gehts noch?!

Wir können gerne darüber streiten, ob wir ein Tätervolk sind. (Sind wir nicht. Meine Meinung) Damit ist dann aber auch die Schmerzgrenze erreicht. Und bei aller Meinungsfreiheit und allen Straftatbeständen und allen Diskussionen über den Begriff: Leugnen ist schlicht dumm.

Selbst wenn es § 130 StGB nicht gäbe, verdammt, wir sind moralisch, ethisch und historisch verpflichtet uns der Vergangenheit zu stellen. Es gibt nur eine mögliche Antwort auf die Frage nach den Millionen ermordeter Juden, Roma, Sinti, Politischen, Behinderten und anderen Unerwünschten.

Ich bin schwer gespannt, wie die PP aus dieser Diskussion heraus kommt, vor allem nach dem sich jetzt auch die Mainstream-Presse (FOCUS Online, Zeit, AFP, Stern, …) des Themas angenommen hat.

“Gar nicht.”

So lautete meine lapidare Antwort auf die Frage bei einer Betriebsschulung. Die gleiche Frage stellt sich auch Nikolaus Weichselbaumer in der aktuellen Marginalglosse:

Wie schützen wir digitale Produkte davor, in Tauschbörsen zu landen und hemmungslos kopiert zu werden?

Die Antwort bleibt die selbe: “Gar nicht.”

Weder mit DRM noch mit Wasserzeichen (s. auch diese beiden aktuellen c’t-Artikel) lässt es sich verhindern.

Nikolaus Vorschlag, aus einem unsichtbaren Wasserzeichen ein “digitales Exlibris” zu machen, hat auf den ersten Blick etwas für sich. Dennoch bleibe ich bei meiner Antwort.

Im Zweifel geht es nicht einmal um die technischen Möglichkeiten, jeglichen Softwarekopierschutz umgehen zu können. Nettes Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung: PDF-Dokument darf nicht gedruckt werden. Konvertieren ins XPS-Format, dabei gehen alle Beschränkungen verloren. XPS zurück in PDF konvertiert, fertig.

Es geht vielmehr um den Gedanken des Teilens. “Leihe” ich einem Freund mein E-Book nicht, weil auf Seite 2 mein Name steht? Mag sein, dass man Abstand davon nimmt, dieses E-Book in den P2P-Netzen zu verteilen. Ob mein Freund das allerdings tut, kann ich nicht kontrollieren. Wenn er ein guter Freund ist, wird er meinen Namen entfernen — wenn nicht bekomme ich Post von den angeheuerten Urheberrechtsanwälten des Verlags. Danke Freund.

Nein, die Lösung ist auch das “digitale Exlibris” nicht, auch wenn die Idee durchaus charmant ist. Für den gedachten Anwendungszweck ist sie ungeeignet.

Sehr lesenswert ist die Streitschrift “Lasst sie laufen” von Klaus Wrede (Chef u. a. von Symposion), die ebenfalls auf boersenblatt.net veröffentlicht wurde. Wrede stellt vier Thesen auf:

  1. Die ungeregelte Verbreitung elektronischer Dokumente juristisch verhindern zu wollen ist offensichtlich aussichtslos.
  2. DRM ist nutzerunfreundlich und als Konzept vermutlich schon gescheitert (siehe Musikindustrie).
  3. Grundsätzlich ist jede Restriktion des Teilens von Wissen gerade für eine Gesellschaft problematisch, die vom Wissen abhängt.
  4. Verlage werden nicht gegen die neuen Marktbedingungen Geld verdienen, sondern nur mit ihnen.

Recht hat er — auch wenn die Kommentatoren es zum Teil anders sehen ;)