JusProg - Jugendschutzfilter auf Steoroiden

Holy moly. Eben gerade Frau von der Leyen, jetzt JusProg.

Jens Berger@Telepolis schreibt über eine Jugendschutzsoftware des JusProg e. V.:

In der Schwarzen Liste des Filteranbieters JusProg e.V. finden sich massenhaft alternative Medien wie beispielsweise Telepolis oder die Nachdenkseiten, die offensichtlich nach Einschätzung der Hamburger Jugendschützer nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch die Internetseiten der Grünen und der Piratenpartei sind nach Einschätzung von JusProg jugendgefährdend.

Und weiter:

Dies alles wäre lediglich eine weitere Internetposse unter vielen, wenn nicht ausgerechnet JusProg als einziges Filtersystem zu einem Modellversuch der staatlichen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassen wäre (Von Tittmoning nach Tuntenhausen). Ein Filtersystem mit staatlicher Rückendeckung, das die Informationen einzelner Parteien unterdrückt, wäre allerdings ein Verstoß gegen das Parteiengesetz, welches in §5 die Gleichbehandlung aller Parteien einfordert.

Und dann gehts richtig los. Jens skizziert, wer hinter JusProg steckt (lesenswert!) und zählt auf, was JusProg so alles wegfiltert (siehe u. a. erstes Zitat).

Witzigerweise kann man testen, ob eine URL in JusProg enthalten und wie sie eingestuft wird:

jugendschutzprogrammde_1243373276627

Dazu hätte ich mal zwei Fragen. Warum wurde meine bescheidene Website (die über zwei Jahre stillgelegt war) in den Filter aufgenommen? Und warum verdammt ist sie nicht gesperrt? Ich muss wohl mehr porn posten ;)

Ich schätze mal, bei Bauer findet das Thema Inter Content nur auf GF-Ebene statt, die Websites der Bauer Media Group (Miteigentümer von RTL II u. a.) jedenfalls schweigt sich zum Thema aus.

“merkbefreites ekelhaftes gefasel”

Edlef hat Recht. Das ist merkbefreites ekelhaftes Gefasel.

[youtube nYkf9l2uWUo]

Mag sich jeder die Zeit nehmen, das Video bzw. die Abschrift (Danke Stefan!) zu Gemüte zu führen.

In den Aussagen von Frau von der Leyen stecken soviele falsche Annahmen, Behauptungen und Schlußfolgerungen, dass mir fast schlecht wird. Daher möchte auch nur auf einen Aspekt eingehen.

Die meisten Leser werden sich an die Initiative “Netz gegen Kinderporno” erinnern. Das war 1998. 1998! Vor elf Jahren! Was ist seit dem geschehen? Das BKA soll eine geheime schwarze Liste pseudo-gesperrter Seiten pflegen. Geht’s noch?

Nimmt Frau von der Leyen bitte zur Kenntnis, das es nicht wir (ich spreche jetzt mal für alle Web-Futzis) sind, die das Problem nicht begriffen haben?

PS. Und bitte nicht vergessen! Es kam auch nie jemand auf die Idee, Postsendungen zu röntgen, die mit Videokassetten zu öffnen und die Inhalte zu prüfen — oder gar den Versand von Videokassetten zu verbieten.

Weblinks auf Notes-Datenbanken

Für Lotus Notes/Domino-Profis wahrscheinlich obvious, ich musste erst drauf kommen:

Links in der Form notes:///C125716100595707 kann man in kaum einem CMS anlegen: drei Slashes. Statt dessen schreibt man notes://[servername]/C125716100595707. Den Namen des Servers sieht man zum Beispiel in Notes in der Statusleiste.

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Desktopschablonen

Mehr Pixel = mehr Applikationen = weniger Kontextswitches = angenehmeres Arbeiten.

Allerdings muss man seine Fenster auch erstmal sinnvoll anordnen. Jörg hat uns heute von GridMove erzählt. GridMove erlaubt es, den Bildschirm in Bereiche einzuteilen und Programmfenstern dann diese Bereiche zuzuteilen.

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Etwas komfortabler noch geht das mit Winsplit Revolution. Erstens ist dieEinrichtung eigener Grids einfacher, es läßt sich auch einfacher bedienen. Es kann auch die Transparenz von Fensters ändern, Fenster “always-on-toppen” und auch gleich noch (etwas fehlerhafte) Screenshots von Fenstern machen.

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So richtig dolle finde ich beide Programme nicht, kann mir aber durchaus Nutzer vorstellen, die solche Tools brauchen.

Ambitionierte Darstellung

Irgendwann 2006 kaufte ich meinen zweiten Monitor und arbeite seitdem dualheaded zweiköpfig.

Heute hab’ ich per Zufall meinen Dual-Masterplan wiederentdeckt und muss feststellen, dass ich ihn nicht mal ansatzweise umgesetzt habe ;) Aber gut, ich entwickle auch nur noch sehr selten.

Auf Basis eines Windows XP sollten zwei Gäste virtualisiert werden: Ein weiteres Windows für Eclipse und Dreamweaver und eine SuSE für die Zend Platform. Der Host sollte nur die Gäste virtualisieren, beide sollten auf je einem Bildschirm laufen.

Tatsächlich nutze ich privat wie beruflich zwei Monitore. Je einer bietet screen estate für Kommunikation (Thunderbird, TweetDeck, Skype, you name it). Auf dem anderen wird gearbeitet, also Office & Firefox. Sporadisch darf auf dem ersten Bildschirm ein zweites Firefox-Fenster Platz finden, oder was man eben so braucht. Sehr praktisch bei Copy&Paste zwischen zwei Applikationen. Zum Beispiel.

Es gibt eine Menge Software für solche Setups, die fast alle die gleichen Features mitbringen und sich recht wenig nehmen. ZBar hingegen hat einen echten USP:

If you have two or more monitors, then Windows only puts the task bar at the bottom of one of those monitors, and although you can move windows to the second monitor, the task bar button for those windows still lives at the bottom of the primary monitor. This doesn’t “feel” right to me, so ZBar was born.

Zuerst ungewohnt und anstrengend beim Einsatz ist es, sich den Bildschirm zu merken, auf dem ein Programm läuft. Der automatische Blick nach links unten führt jetzt nicht immer zum Ziel. Ob das Gewöhnungssache ist oder ein show stopper wird sich zeigen.

zbar-example

(Click to enlarge)

Bym-WG schließt

Brigitte Young Miss Bym-WG geht am 02.06.2009 offline. Zu wenig Werbeeinnahmen, zu hoher Aufwand.

Die Abschiedsmail des Community Managers Hausmeisters liest sich ganz gut finde ich.

Liebe Bym-WGs,

heute muss ich Euch leider sagen, dass unser aufregendes virtuelles Wohnprojekt am 2. Juni schließen wird. Ich werde dringend im Haupthaus gebraucht, um mich um weitere Community-Projekte zu kümmern.

Aber auch mit mir als Hausmeister der Bym-WG wäre der technische Aufwand in diesen Zeiten zu hoch und die Mieteinnahmen durch Sponsoren-WGs zu niedrig, um so eine einzigartige Internetgemeinschaft gesund am Laufen zu halten.

Es war sehr inspirierend zu sehen, wie viele kluge, kreative und unterhaltsame Menschen mit ihren Ideen und Gedanken in die WGs gezogen sind: In fast 5000 ganz unterschiedlich eingerichtete Zimmer, Flure und Küchen waren zuletzt gut 17 000 registrierte Bewohner eingezogen. Auch Prominente wie Revolverheld, Sasha, Clueso, Samy Deluxe oder die schwedischen Rockstars Mando Diao haben sich in der Bym-WG zuhause gefühlt – und sich gar nicht wie Rockstars aufgeführt. Insgesamt kamen jeden Monat gut 50 000 interessierte Besucher. Darüber habe ich mich sehr gefreut und bedanke mich bei Euch und allen, die an der Gestaltung, Produktion und Organisation der Bym-WG beteiligt waren.

Dass die Bym-WG so viele tolle Leute in einer Community zusammen bringen konnte, sollte Euch so stolz und froh machen wie mich. Ich hoffe, dass ich viele von Euch in den Foren von BYM.de [http://www.bym.de/forum/] oder BRIGITTE.de wieder treffe. Auch dort wird über die interessantesten Themen diskutiert. Über Mode und Beauty, Lesen, Reisen, Kochen oder Lästern. Und wem es darum geht, gleich gesinnte Leute zu treffen, online oder womöglich auch in echt, findet bei www.bfriends.de, der Internet-Community von BRIGITTE bestimmt die passende Gruppe – oder kann gleich selbst eine eigene gründen.

Die Bym-WG werden wir am 2. Juni mit Pauken und Trompeten verabschieden. Unter anderem auf www.bym.de mit der Kür der 20 schönsten WGs, die in all den Monaten gegründet wurden. Bis dahin steht sie Euch offen für alles, worüber Ihr sprechen, lachen oder Euch unterhalten wollt.

Herzliche Grüße,
Hausmeister Mayer

Gedankenspiel: 50.000 Visits/Monat, Return Rate von den 17.000 10%. 43.000 Visits mal 1,5 PI, 1.700 Visits mal 50 PI. Macht ca. 150.000 PI/Monat. Aufrunden: 200.000 PI/Monat. Display Ads mit TKP von 10 EUR: 2.000 EUR Werbeeinnahmen pro Monat. Geschätzte 20 Promi-Profile á 500 EUR/Monat: 10.000 EUR. Inklusive Werbeeinahmen: um die 15.000 EUR. Jo, das reicht nicht.

Sehe gerade die Preisliste für bym.de. Nimmt man die als Grundlage und setzt die möglichen Einnahmen in Relation zu den Zugriffszahlen, kommt auch nicht mehr dabei raus.

Studie: Heranwachsen mit dem Social Web

Die Landesmedienanstalt NRW hat eine Studie zum Verhalten von Jugendlichen im Social Web beauftragt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse liegt jetzt als 21-seitiges PDF vor.

Nach kurzem Querlesen scheint die Studie ganz ordentlich zu sein. Mit “Social Web” meint die Studie so ziemlich alles von studiVZ & Co. bis Blogs, Wikis und Twitter. Es wurden 12 Gruppendiskussionen und 29 Einzelinterviews durchgeführt, außerdem eine Onlinebefragung mit 650 Teilnehmern.

Die Studie versucht folgende drei Fragen zu beantworten:

  • Wodurch ist das Social Web als Kommunikationsdienst charakterisiert, d.h. welche Anwendungsgattungen existieren, welche technischen Funktionalitäten bieten sie und welche Verwendungsweisen legen diese nahe?
  • Welche Bedeutung weisen Jugendliche und junge Erwachsene den verschiedenen
    Social Web-Anwendungen in ihrem Alltag zu?
  • Wie sehen die Medienrepertoires von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
    aus, und welche Rolle spielen darin die Social Web-Angebote?

[via freshzweinull]

Geh wählen! Europawahl 2009!

Am 07. Juni 2009 schon was vor? Jetzt schon. Wählen gehen!

Eine Orientierung dabei ist der Wahl-O-Mat. Für mich hat er nach Auswertung & Gewichtung der Statements die Piratenpartei als die Partei mit den meisten Übereinstimmungen zu meinen Positionen ermittelt. Ich hatte zunächst auf die Grünen getippt, lag damit aber ziemlich daneben.

Vom 4. bis zum 7. Juni 2009 findet zum siebten Mal die Wahl zum Europäischen Parlament (EP) statt. Rund 375 Millionen Unionsbürger aus 27 EU-Mitgliedsstaaten können dann in freien, geheimen und vor allem direkten Wahlen ihre parlamentarischen Vertreter bestimmen. Damit ist das EP die größte multinationale Volksvertretung der Welt. (bpb)

Nicht zu Wählen ist keine gute Idee!

Twitter-Friends als OPML — Die etwas andere Blogroll

Problem: Meine alte Blogroll für itst.net ist von 2006. Alte, kaputte Links zu Hauf. Und keine Lust, das alles manuell nach zu tragen.

Idee: Man nehme itsts Freunde von Twitter und Facebook und generiere aus Namen und URLs eine OPML-Datei, die man dann in den Blog importiere. Fertig ist die neue (etwas andere) Blogroll.

opml_from_twitter

Umsetzung: Bei Twitter ein 5-Minuten-Hack (php-twitter wird benötigt). Bei Facebook leider nicht möglich, weil die Facebook-API die URLs aus einem Profil nicht zugänglich macht.

Ergebnis: Rechts unten in der Sidebar zu sehen :-)